Rheinburgenwanderweg

                    Mittelrhein

Impressum

 

Zu den bisher über 5.000 Unterschriften, die der Landesregierung in Mainz im Vorfeld bereits übergeben  wurden, konnte Reinhold Petereit, Gründer der vor 4 Jahren ins Leben gerufenen Interessengemeinschaft: „Rheinbrücke muss her“, an Ministerpräsident Kurt Beck, Wirtschafts- und Verkehrsminister Hendrik Hering und Staatssekretär  Roger Lewentz, während der SPD Rheintour am 15.08.2010 weitere 600 Unterschriften überreichen. Hierbei handelt es sich um Onlineunterschriften, die sich  in den letzten Wochen angesammelt hatten. R.P. sieht darin eine Bestätigung in der Unterstützung durch die Bürger, für die bisher erfolgreiche Arbeit der derzeitigen Landesregierung und gratulierte den Landesvertretern über die mit der UNESCO bisher erzielte Vereinbarung. 


 

Auf fast 100 km Rheinstrecke zwischen Koblenz und Mainz keine einzige Brücke ?


Für einen Außenstehenden ist dies kaum fassbar, zumal man an der Mosel auf 20 km Strecke 7 Brücken vorfindet, aber dennoch eine weitere gigantische Hochbrücke bauen will !
Seit dem zweiten Weltkrieg wird der Bau bzw. Wiederaufbau fester Rheinquerungen diskutiert und von den Politikern immer wieder versprochen. Nach einem halben Jahrhundert des Wartens sind wir es leid, mit hohlen Versprechungen hingehalten zu werden.
Wir wollen gleichbehandelt werden
wie Bürger an anderen Rheinstrecken und an anderen Flüssen.
Wir sind es leid
, nachts, bei Hochwasser und bei Ausfall der Fähre aus sonstigen Gründen bis zu 80 Kilometer Umweg zu fahren, zumal dies angesichts der damit einhergehenden unnötigen Umwelt- und Verkehrsmehrbelastung auf den Umwegstrecken und den heutigen Benzinpreisen nicht mehr zumutbar ist.
Wir wollen endlich
eine die Bürger auf beiden Rheinseiten verbindende Brücke, die die Menschen sprichwörtlich wieder zueinander führt und fest verbindet.
Wir wollen nicht länger hinnehmen
, dass die Orte vergreisen und ausbluten, weil die Jugend wegzieht, weil sie in Gegenden mit günstigeren Verkehrsverbindungen und einem größeren Arbeitsmarkt ziehen.
Wir wollen endlich gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt
, um ggf. auch Arbeitsplätze z.B. im Schichtbetrieb auch auf der anderen Rheinseite annehmen zu können.
Wir sind schließlich auch für
die durch eine Brücke gewährleistete Verbesserung der Rettungswege für Notarzt, Rettungswagen und Feuerwehr.
Mit einer Unterschriftenliste sollen weitere Befürworter der Rheinbrücke gewonnen werden.

 

Wir alle fordern von unseren „Volksvertretern“:  Eine Rheinbrücke muss her !  Jetzt !!

Interessengemeinschaft „Rheinbrücke muss her“

Warum die Forderung und was liegt den Betroffenen und Anwohnern am Herzen >>>Alles darüber gibt es hier

 

Antrag Bürgerinitiative Rheinbrücke >>>

 

Architektenwettbewerb Mittelrheinbrücke beendet. Preisverleihung am 23.04.2009.  Bericht >>

 

 

 

 

Eine Brücke sichert

uns

Jobs für die Zukunft!

 

Nein zur Brücke

bedeutet

Nein zur Zukunft!

 

Vorschläge zur Brückengestaltung

 

Pressemitteilung vom 30.05.09: Tunnel als Plan B

 

Presseartikel

 

Themen zur Forderung

 

Wir haben über

18 000  Mitglieder

Darum

die Forderung:

 

180 km Umweg >

18 ltr. Sprit x 1,35 € =

24,30 €

x 20 Arbeitstage

= 486,-- € / pro Monat

Machen Sie mit, mit Ihrer Unterschrift

Hier Unterschriften online abgeben >>>

 

Blanko Unterschriftenlisten zum Ausdruck anfordern

 

Bereits am 10.07.2008 wurden die ersten Unter- schriftenlisten offiziell bei der Landesregierung in Mainz abgegeben.

 

Pressebericht.

 

Fotos von der Unterschriftenabgabe

Unser Banner für Ihre Homepage   >>>>>>>

 

Homepage-Inhaber können in ihre HP einen Link auf die Domain:  www.mittelrheintalbruecke.de  einbauen. Dadurch erreichen wir weitere Interessenten, die Unterschriftenlisten herunterladen und sich an der Aktion beteiligen.

Wenn Sie die Domain  Rheintalbrücke auf Ihrer Homepage verlinkt haben, können uns dies mitteilen unter info@rheintalbruecke.de.  In der Domain der Rheintalbrücke werden wir dann (Einverständnis vorausgesetzt) einen Link auf ihre Homepage einarbeiten.  >>>Linkpartner

 

Über  17.000 Mitglieder in der Gruppe: "Rheinbrücke muss her"

Wollen Sie sich an der Aktion beteiligen, dann besuchen Sie www.wer-kennt-wen.de

Dort gehen Sie auf Gruppe weltweit > Allgemein > Rheinbrücke.......

oder auf Suchen > Petereit, Reinhold > dort rechts auf der Seite anklicken "Rheinbrücke muss her"

Der Beschluss des Welterbekomitees und die Berichte über den Verlauf der Sitzung bestätigen den Kurs der Landesregierung, die stets auf eine volle Kooperation mit dem Welterbezentrum und dem Welterbekomitee gesetzt hat. Wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, sich umfassend über die Entscheidung und die zugrunde liegenden Gutachten zu informieren.

Zur Diskussion um die Frage, wer nun von wem die Erstellung eines Masterplanes erwartet, erläutert Staatssekretär Siegfried Englert: „Gegenüber dem Welterbekomitee wurde vom Land immer betont, dass die Brücke nur ein Baustein zur Weiterentwicklung der Welterbestätte ist. Das Welterbekomitee nimmt jetzt den Vorschlag der Landesregierung auf, einen Masterplan zu entwickeln und umzusetzen. Gerne empfehlen wir hierzu die Lektüre der Visualisierungsstudie (S. 185 und 186)“. Zitat wörtlich daraus: „(…) Die geplante Rheinbrücke kann in diesem Sinne einem veränderten Selbst- und Raumverständnis Ausdruck verleihen, das die Sicherung und Weiterentwicklung des Welterbebereiches in einer integrierten sowie zusammenhängenden und nachhaltigen Raumentwicklung sieht und das für die Vermeidung wirtschaftlicher und sozialer Divergenzen der beiden Rheinseiten essentiell ist. (…)“

Die Landesregierung teilt diese Auffassung.
 

Folgende weitere Materialien stehen Ihnen ab sofort im Internet zur Verfügung:

-  Gutachten zur Beurteilung der visuellen Auswirkungen des Projektes in deutscher und englischer Sprache, Projektinformationen sowie ein Kurzfilm in englischer Sprache unter http://www.isl.rwth-aachen.de/institut_projekt_detail.php?id=101

-  weiterer Direktlink zum Film unter www.v-cube.de/pal.wmv

Der Beschlusstext (s.u.) wurde für Arbeitszwecke des Landes dokumentiert und ist kein amtliches Dokument bzw. keine Übersetzung der UNESCO. Diese Unterlagen geben den aktuellen Kenntnisstand des Landes wider. Die offiziellen Unterlagen wird die UNESCO zur Verfügung stellen!

Folgende Hinweise zu dem Beschluss, der in der Sprache internationaler Institutionen abgefasst ist:

1.    In Ziffer 3 des Beschlusses wird die Vorlage aller eingeforderter Unterlagen ausdrücklich bestätigt.

2.    Das Welterbekomitee bestätigt in Ziffer 4 den sensiblen Charakter der Landschaft insgesamt, kommt aber gleichwohl zu dem Ergebnis, dass die Eingriffsintensität im für den Abschnitt, in dem er Brückenbau vorgesehenen ist (Wellmich / Fellen) weniger ausgeprägt ist. Es schließt sich damit der in der Visualisierungsstudie vertretenen Position an.

3.    Auch nach Auffassung des Welterbekomitees ist die Brücke die ökonomisch günstigste Variante (Ziffer 4).

4.    Gegenüber dem Welterbekomittee wurde vom Land immer betont, dass die Brücke nur ein Baustein zur Weiterentwicklung der Welterbestätte ist. Das Welterbekomitee nimmt den Vorschlag auf, einen Masterplan zu entwickeln und umzusetzen (Ziffer 5.1. und 6).

5.    In Ziffer 5.2. wird die intensive Kooperation zwischen Land und Welterbekomitee betont, verbunden mit der Erwartung, in den nun möglichen Planungsprozess eingebunden zu bleiben.

Englisch

The World Heritage Committee,

1.      Having examined Document WHC-10/34.COM/7B,

2.      Recalling Decision 33 COM 7B.104, adopted at its 33rd session (Seville, 2009),

3.      Acknowledges the receipt of the full Environmental Impact Assessment, the new Traffic Evaluation of bridge, tunnel and ferries and the Visual Impact Assessment supplied by the State Party;

4.      Notes that

a) the Environmental Impact Assessment clearly demonstrates the overall sensitivity of the Rhine Valley landscape and the adverse impact that the proposed bridge would have on the cultural landscape,

b) the traffic evaluation demonstrates that the bridge represents the most economically favourable solution, and

c)  the Visual Impact Study demonstrates that, if the valley north of St. Goar and St. Goarhausen is in some way of lesser importance to the overall Outstanding Universal Value of the property than the area immediately to its south, then the bridge could be considered acceptable in visual terms;

5.1  Also notes that the State Party considers that it is essential that a “master plan” for the property is developed as ‘the planned Rhine bridge represents only one building block of many in this context of necessary measures’;

5.2  In view of the intense cooperation undertaken to preserve the OUV and the detailed information provided so far, requests to continue the close dialogue in the course of the now starting national planning process;

6.    Considers that it is essential that any development of the valley not only sustains Outstanding Universal Value but also contributes to the overall sustainable development of the property, and that a Master Plan should be developed setting out a vision for the property and how it will be realized over the next few decades and thus setting out the further measures that might be associated with a new bridge;

7.    Acknowledges receipt of the draft Statement of Outstanding Universal Value that will be reviewed by ICOMOS and presented to the World Heritage Committee at its 35th session;

8.    Further requests the State Party to submit to the World Heritage Centre by 1 February 2011 a report on the progress of the Master Plan, for examination by the World Heritage Committee at its 35th session in 2011.

Deutsch

Entscheidung: 34 COM 7B.87

Das Welterbekomitee,

1.      Prüfte das Dokument WHC-10/34.COM/7B,

2.      Erinnert an die Entscheidung 33 COM 7B.104, die bei seiner 33. Sitzung (Sevilla, 2009) getroffen wurde,

3.      Bestätigt den Erhalt der vollständigen Umweltverträglichkeitsprüfung, der neuen Verkehrsbewertung der Brücke, des Tunnel und der Fähren, sowie der Prüfung auf visuelle Beeinträchtigung vom Vertragsstaat;

4.      Stellt fest, dass

a) die Umweltverträglichkeitsprüfung eindeutig den sensiblen Charakter der Rheintallandschaft und die möglichen negativen Auswirkungen der vorgeschlagenen Brücke auf die Kulturlandschaft aufzeigt,

b) die Verkehrsbewertung ergibt, dass die Brücke die ökonomisch günstigste Lösung darstellt, und

c)  die Prüfung auf visuelle Beeinträchtigung zeigt, dass das Tal nördlich von St. Goar und St. Goarhausen in gewisser Weise weniger bedeutend für den Aussergewöhnlichen Universellen Wert der Welterbestätte als Ganzes ist als das Gebiet direkt im Süden und daher die Brücke visuell akzeptabel wäre;

 

5.1  Stellt auch fest, dass der Vertragsstaat der Meinung ist, dass die Entwicklung eines „Masterplans” für die Welterbestätte als erforderlich angesehen wird, denn ‚die geplante Rheinbrücke stellt nur einen Baustein vieler in diesem Zusammenhang notwendiger Massnahmen dar’;

5.2  Angesichts der intensiven Kooperation, die unternommen wurde, um den OUV zu bewahren und den bisher vorgelegten detaillierten Informationen erwartet sie eine Fortsetzung des engen Dialogs im Verlauf des nun beginnenden nationalen Planungsprozesses;

6.    Ist der Meinung, dass es von essentieller Bedeutung ist, dass jede Entwicklung des Tals nicht nur den Aussergewöhnlichen Universellen Wert erhält, sondern auch zur allgemeinen umweltverträglichen Entwicklung der Welterbestätte beiträgt. Daher soll ein Masterplan zur Darlegung einer Vision für das Gebiet entwickelt werden, der auch die Umsetzung in den kommenden Jahrzehnten und somit weitere Massnahmen aufzeigt, die mit dieser neuen Brücke verbunden werden könnten;

7.    Bestätigt den Erhalt des Entwurfs einer Erklärung zum Aussergewöhnlichen Universellen Wert, der von ICOMOS geprüft und dem Welterbekomitee bei seiner 35. Sitzung vorgelegt wird;

8.         Fordert den Vertragsstaat auf, dem Welterbezentrum bis zum 1. Februar 2011 einen Sachstandsbericht zur Entwicklung des Masterplans zwecks Prüfung durch das Welterbekomitee bei seiner 35. Sitzung in 2011 vorzulegen.

Seitenanfang

Die UNESCO hat grünes Licht gegeben. Das Welterbekomitee hat auf seiner 34. Sitzung in Brasilia beschlossen, dass Rheinland-Pfalz mit der Planung einer Mittelrheinbrücke beginnen darf. „Durch diesen Beschluss wurde die noch ausstehende und wesentliche Frage der Welterbeverträglichkeit zur Fortführung der weiteren Planungsschritte beantwortet“, teilten der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck und Verkehrsminister Hendrik Hering heute in Mainz mit. Mit diesen Aussagen der UNESCO kann nun ein Raumordnungsverfahren vorbereitet und durchgeführt werden. Als nächste Arbeitsschritte sind dann die Erstellung einer Detailplanung und die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens zur Erlangung des Baurechts vorgesehen: „Der Weg für den Bau einer Mittelrheinbrücke ist damit frei“, so Beck und Hering.

Das Welterbekomitee teilt demnach die Auffassung der Landesregierung, dass die Brücke am geplanten Standort bei Fellen/Wellmich visuell akzeptabel ist und damit dem außergewöhnlichen universellen Wert der Welterbestätte entspricht. Auch aus der Sicht des UNESCO-Gremiums ist die Brücke die ökonomisch sinnvollste Alternative. Ausdrücklich lobte das Welterbezentrum in der Debatte den „vorbildlichen Abstimmungsprozess, den das Land mit dem Welterbezentrum vorgenommen hat“.

„Das Welterbekomitee eröffnet damit einer der bedeutendsten Kulturlandschaften Deutschlands eine eindeutige und moderne Entwicklungsperspektive“, so Beck und Hering. „Gleichzeitig räumt es mit vielen Vorurteilen auf, die die Diskussion in Deutschland in den vergangenen Jahren bestimmt haben. Die Brücke ist welterbeverträglich.“ Durch den Beschluss werde gleichzeitig verdeutlicht, dass der Bau einer Brücke nur ein Baustein in einem Gesamtentwicklungskonzept für die Welterbestätte sein kann.

Der Entscheidung des Welterbekomitees waren zahlreiche Schritte der beteiligten Ministerien für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur vorausgegangen, um die Argumentation der beteiligten Kommunen und des Landes für eine Brücke zu untermauern. Hierbei wurde, so Beck und Hering, immer Kontakt zum Welterbesekretariat gehalten.

Der Beschluss ist aus der Sicht der Landesregierung gleichzeitig eine Bestätigung eines modernen Verständnisses von der Erhaltung sich ständig fortentwickelnder Kulturlandschaften. „In dem Konflikt um die Brücke ging es auch um unterschiedliche Auffassungen über den richtigen Weg im Umgang mit großflächigen Kulturlandschaften. Wir haben immer dafür plädiert, keine ,Käseglocke’ über das Tal zu legen, sondern Landschafts- und Denkmalschutz mit moderner Nutzung zu vereinbaren. Nur eine Landschaft, in der die Bewahrung des Umfeldes und die Erhaltung moderner Lebensbedingungen miteinander verknüpft werden kann, wird langfristig überleben“, so die beiden Politiker.

Das Land greift in Abstimmung mit dem Welterbekomitee zudem den Vorschlag des Gutachters auf, einen Masterplan für das Obere Mittelrheintal zu erarbeiten, der die bisherigen Initiativen aufgreift und zu einer Vision für die mittel- und langfristige Entwicklung der Welterbestätte weiterentwickelt. „Uns ist es wichtig, dem Welterbekomitee zu zeigen, dass für uns die Pflege und Weiterentwicklung der Welterbestätte Oberes Mittelrheintal ein zentrales Projekt ist.“

Fotos unter  http://www.mwvlw.rlp.de/Aktuelles/Bildergalerie/Mittelrheintalbruecke/

Seitenanfang

 

Gemeinsame Initiative der SPD-Kreistagsfraktionen Rhein-Hunsrück und Rhein-Lahn:

Kreistage sollen überregionale und überparteiliche Bürgerinitiative für die Brücke im Mittelrheintal anstoßen

Die Sozialdemokraten aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis und aus dem Rhein-Lahn-Kreis rufen zur Gründung einer überregionalen und überparteilichen Bürgerinitiative für eine Brücke im Mittelrheintal auf. In gleich lautenden Anträgen haben die beiden SPD-Kreistagsfraktionen heute die beiden Kreistage aufgefordert, die Gründung  dieser Bürgerinitiative anzustoßen.

„Brücken verbinden. Brücken verbinden Ufer, Brücken verbinden Regionen, Brücken verbinden Menschen. Im Mittelrheintal und den beiden angrenzenden Landkreisen Rhein-Hunsrück und Rhein-Lahn gibt es breite Mehrheitsbeschlüsse für die Errichtung einer Brücke bei St. Goar / St. Goarshausen. Eine große Mehrheit der Bevölkerung im Mittelrheintal und in den  angrenzenden Regionen will diese Brücke. Und mit der Bürgerinitiative wollen wir den Menschen die Gelegenheit geben, ihren Willen auch deutlich zu artikulieren.“ So beschreiben die beiden Fraktionsvorsitzenden Michael Maurer (Emmelshausen) und MdL Frank Puchtler (Oberneisen) die Motivation zur Gründung einer solchen Initiative.

Wörtlich heißt es in dem Antrag der beiden SPD-Kreistagsfraktionen: „Der Kreistag beschließt, die Gründung einer überregionalen und überparteilichen Bürgerinitiative für eine Brücke im Mittelrheintal anzustoßen. Ziel dieser Initiative muss es sein, für den Bau einer Brücke im Mittelrheintal zu werben. Dazu sollen alle Menschen, Firmen, Verbände, Organisationen, Vereine, Parteien und sonstige Gruppierungen die Gelegenheit haben, durch ihre Mitgliedschaft das Vorhaben zu unterstützen.“ Im Frühjahr 2010 soll nach den Vorstellungen der Antragsteller die Gründungsversammlung sein.

Damit die Strömungen und Anstrengungen zum Bau einer Brücke gebündelt und somit effektiver werden, sollen die beiden Landräte der Kreise Rhein-Lahn und Rhein-Hunsrück, Günter Kern und Bertram Fleck, auch in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal, die Bemühungen initiieren und bündeln.

Maurer und Puchtler verweisen in der Antragsbegründung auf die Tatsache, dass der Bau einer Rheinbrücke seit Jahrzehnten von den Menschen in der Region diskutiert werde. „Unzählige Initiativen, Anträge, Presseberichte und Leserbriefe haben sich mit dem Thema befasst und die große Mehrheit der Verfasser ist gegenüber dem Bau einer Brücke äußerst positiv eingestellt.“ In beiden Kreistagen war die Brücke mehrfach Thema und man habe sogar finanzielle Mittel für die Realisierung des Projekts bereitgestellt. Viele der in den Kreisen aktiven politischen Gruppierungen befürworten den Bau einer Brücke und haben dies mehrfach öffentlich mitgeteilt.

„Im Gegensatz zur großen Zustimmung in unserer Region gibt es Stimmen, die Lobbyarbeit gegen den Bau einer Brücke betreiben. Vielfach sind die Wortführer mit den Umständen und Lebensverhältnissen vor Ort nicht vertraut, sehen nicht die Sorgen und Nöte der Städte und Gemeinden und besonders der Menschen, die hier leben.“ Dem gelte es zu begegnen.

Ein Beleg für die große Zustimmung zur Rheinbrücke im Mittelrheintal sei auch die von Reinhold Petereit (Rheinbay) gegründete Internetgruppe „Rheinbrücke muss her“ bei „wer-kennt-wen“. Mehr als 20.000 Menschen haben sich dieser Gruppe zwischenzeitlich angeschlossen. Mit der neuen Bürgerinitiative sollen die bereits angelaufenen und zurzeit unter Hochruck betriebenen politischen Anstrengungen der beiden Kreise und der Landesregierung unterstützt werden, wünschen sich Frank Puchtler und Michael Maurer. „Die Menschen der Region sollen genau so aktiv für das Projekt einstehen können, wie sie es bisher nur in vielen Diskussionen und Gesprächsrunden vor Ort machen. Nur so kann es gelingen, die Entscheidungsträger von der Notwendigkeit des Brückenbaus zu überzeugen.“

„Wir hoffen jetzt auf eine große überparteiliche Resonanz von beiden Seiten des Rheins und auf eine breite Zustimmung in beiden Kreistagen“, zeigten sich die Initiatoren zuversichtlich.

Seitenanfang