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Hering und Hofmann-Göttig: Renommierte Planungsgemeinschaft gewinnt
Wettbewerbund.
Lange
hat die Jury beraten, jetzt ist die Entscheidung gefallen: Der
Sieger-Entwurf beim Wettbewerb „Rheinbrücke im oberen Mittelrheintal“
kommt aus Dublin. Die Architekten, Landschaftsplaner und Bauingenieure um
Heneghan Peng Architects,
Arup Consulting
Engineers sowie
Mitchel and Associates haben
die Jury überzeugt.
„Ziel
des Wettbewerbs war es, den Entwurf einer welterbeverträglichen
Brückenlösung zu erarbeiten, die sich harmonisch in das Rheintal einfügt.
Wir stellen diese ansprechende Lösung nun im Juni in Sevilla der UNESCO
vor“, sagte Verkehrsminister Hendrik Hering.
Das Preisgeld für den
Sieger-Entwurf aus Irland beträgt 40.000 Euro.
„Das Bauwerk fügt sich in eleganten
Schwüngen in Grundriss und Ansicht in das Landschaftsbild ein. Die leichte
S-förmige Grundrissform fördert die Erlebbarkeit der Landschaft“, hob
Kulturstaatssekretär und Jury-Mitglied
Prof. Dr. Hofmann-Göttig, Regierungsbeauftragter für das UNESCO-Welterbe
in Rheinland-Pfalz, hervor. Das
Tragwerk des Überbaus besteht im Wesentlichen aus einem stählernen
Hohlkasten, der über den Pfeilern der Strombrücke jeweils auf der
Kurveninnenseite mit schräg gestellten fachwerkartigen Aufwölbungen
verstärkt wird. Damit wird einerseits eine gewisse Durchsichtigkeit und
Leichtigkeit bewahrt, andererseits wird dem Bauwerk auch ein signifikanter
Wert verliehen. Die geschickte Einbindung der notwendigen Anrampungen
innerhalb der Brückenkonstruktion vermeidet große bauliche Veränderungen
im Bereich der Uferanschlüsse, minimiert umwelterhebliche Eingriffe und
eröffnet damit Gestaltungsspielraum.
Der
zweite Preis geht an Ingenhoven
Architekten GmbH aus Düsseldorf, Dipl.-Ing.
Erhard Kargel aus
Linz (Österreich) und
WKM Landschaftsarchitekten
aus Meerbusch. Ihr Preisgeld beträgt 32.000 Euro. „Der
im Grundriss U-förmige Brückenentwurf mit einer schlank gehaltenen
Stahlbalkenbrücke ist innovativ und optisch in seinen Tragelementen
weitgehend reduziert“, gab Hofmann-Göttig das Urteil der Jury wieder. Das
Brückenbauwerk ordne sich der sensiblen Flusslandschaft unter und wolle in
seiner Schlichtheit bewusst nicht dominieren. Die Rampen fügen sich in
einem schönen Schwung zur linken Rheinseite und verbessern damit das
derzeit bestehende Erscheinungsbild. Die schlanke, im Grundriss gekrümmte
Balkenbrücke, ermöglicht sehr schlanke Flusspfeiler und ist als innovativ
einzustufen.
Den
dritten Platz belegen Schlaich Bergermann und Partner aus Stuttgart,
Wilkinson Eyre Architects aus London und Davids
Terfrüchte & Partner GbR aus Essen. Ihr Preisgeld: 18.000 Euro. „Die
Arbeit besticht auf den ersten Blick durch eine ausgeprägte elegante
Zeichenhaftigkeit, durch die Leichtigkeit der Konstruktion und beachtet
insoweit die Ansprüche des Landschaftsbildes“, so Hofmann-Göttig. Eine
Qualität als Alleinstellungsmerkmal sei unverkennbar. Die asymmetrische,
dem Verlauf der Topographie folgende Konstruktion, unterstreicht diesen
Eindruck in besonderer Weise. Eine angebotene Aussichtsplattform könnte in
die Erlebniswelt des Rheinsteigs einbezogen werden. Grundsätzlich bekannte
Konstruktionsprinzipien sind in innovativer Form eingesetzt. Durch die
neue Anbindung von Fellen ergibt sich eine städtebauliche Aufwertung.
„Damit
wahren alle drei Preisträgerentwürfe die Integrität des Welterbes“,
stellte Minister Hering fest. Kulturstaatssekretär Hofmann-Göttig begrüßte
das internationale Interesse an diesem Architektenwettbewerb: „Eine
Kulturlandschaft mit Welterbe-Prädikat verdient es, mit architektonischen
Entwürfen für eine mögliche Brücke versehen zu werden, die einem
internationalen Vergleich standhalten.
Ich freue mich sehr, dass wir mit der
Auswahl hervorragender Entwürfe in dem Projekt einen entscheidenden
Schritt weiter gekommen sind. Rheinland-Pfalz wird mit dieser Brücke den
Weltkulturerbestatus nicht gefährden, sondern den Weg gemeinsam mit der
UNESCO gehen und eine Lösung finden, die der außergewöhnlichen
Kulturlandschaft Rechnung trägt", erklärte er.
„Die
rechte Mittelrheinseite und insbesondere der Rhein-Lahn-Kreis brauchen zur
wirtschaftlichen Entwicklung und zur Bevölkerungsstabilisierung die
Anbindung an überregionale Verkehrsverbindungen wie die A 61 und den
Flughafen Hahn“, betonte der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Günter Kern.
Deshalb sei eine Rheinbrücke von hoher Bedeutung für die Entwicklung im
Mittelrheintal. Auch der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Bertram
Fleck, steht dem Projekt positiv gegenüber: „Wir brauchen dringend neue
Lebens-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Entwicklungsimpulse, um die trennende
Wirkung des Rheins zu überwinden, einen Brückenschlag für Wachstum und
Beschäftigung.“
Wettbewerbssieger:
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Preise |
Büros |
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1. Preis |
Heneghan Peng Architects, 14-16 Lord Edward Street, IRL – Dublin 2 |
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Arup Consulting Engineers, 50, Ringsend Road, IRL – Dublin 4 |
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Mitchel and Associates, Fumbally Court, Fumbally Lane, IRL – Dublin 8 |
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Bartenbach Lichtlabor |
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2. Preis |
Ingenhoven Architekten
GmbH, Plange Mühle 1, 40221 Düsseldorf |
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Dipl.-Ing. Erhard
Kargel, Ingenieurkonsulent für Bauwesen,
Wiener Straße 131, A – 4020 Linz |
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WKM
Landschaftsarchitekten, WEBER KLEIN MAAS GbR,
Am Meerkamp 21, 40667 Meerbusch |
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Durth Roos Consulting,
Thomas Weissenberg, Nieder-Ramstätter
Str. 18-20, 64283 Darmstadt |
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3. Preis |
Schlaich Bergermann
und Partner, Hohenzollernstraße 1,
10178 Stuttgart |
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Wilkinson Eyre Architects, 24 Britton Street, GB – London EC1M 5UA |
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Davids Terfrüchte &
Partner GbR, Im Löwental 76, 45239 Essen |
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SHP Ingenieure, Plaza
de Rosalia, 30449 Hannover |
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